Ja, ich glaube noch an die Romantik. Und ich bin Teil der Generation der Neuen Eigentlichkeit. Und das ist Thema dieses Blogs. Die Romantik im Web 2.0 und die Gefühlsdusseleien in einer Mulitoptionsgesellschaft.

Die Wahlmöglichkeiten der Lebensformen sind heute schier unbegrenzt. Im Berufsleben hat sich die Neuen Eigentlichkeit schon etabliert. Sichtbare Symptome sind die Digitale Boheme und die Generation Praktikum. Ebenso in der Politik sind wir bei der Neuen Eigentlichkeit angekommen. Eigentlich regiert die CDU, aber auch die SPD. Und auch in der Welt des Konsums werden immer mehr und mehr Produkte geschaffen, die Spagate ermöglichen und Dilemmas aus dem Weg räumen. Eigentlich liebe ich Käse, aber eigentlich möchte ich auch nicht fett werden. Eigentlich mag ich Luxus und Lifestyle, aber irgendwie möchte ich auch die Umwelt schützen.

Doch was passiert mit unserem Liebesleben. Was passiert dort mit der neuen Unlust zum Entscheiden. Es findet hier also ein Zeitzeungis der aktuellen Lage statt. Zugleich ein Lebensberater, der uns die Probleme mit denen wir zu tun haben vor Augen führt.

Eine Antwort zu „Über Neoromantik“

  1. Johannes Sagt:

    Bei all der Entscheidungsvielfalt und Illusion allfälliger eigener Stilwandlungsfähigkeit und dem ewigen infantil-modernen Durst nach Mehr, was doch nur Salzwassertrinken darstellt, sind bei all den Scheinsicherheiten watteverpackt zwischen viel zu vielen toten Dingen, die tiefen Ursehnsüchte des Menschen modern “Objekt-iviert” mit der Wahrnehmung konsumverödet. Was bleibt sind verkümmert abgespaltene satt- versnobte Luxusfragen. Hinter der sattheit steckt trotzdem die Barbarei: Das Barbarische ist das Prompte. Wer hört im harten Stahlpuls der Postmoderne hinter dem Stresstinitus noch seine innere Stimme? Wenn doch, dann ab in die Klappse. Während all die existenziellen tiefen Fragen des Menschseins seit Anbeginn der Zeit noch immer ungelöst die selben sind und die Romantiker noch Fragen stellen konnten, deren Sehnen bis an die Himmel reichte, verlieren wir das Unterscheidungsvermögen mit dem Nachlassen sogar unserer Sprachvielfalt und damit Denkfähigkeit und brabbeln aus der Weisheitswüstenei moderner Wissenstempel heraus nach dem nächsten Geliebten, frei nach: Die Zeit nach der Partnerschaft ist die Zeit vor der nächsten. Aus der Romantik ist in der Moderne kariöser Zuckerstangenkitsch geworden. es droht die zahnlose Minka.
    Sprachbegabte Vögel lernen die Sprache der Wesen oder meinethalben
    Sphäre, die sie füttert nur, wenn sie mal eine gute Zeit lang alleine waren.
    Wer das Glück und die Zufriedenheit nicht in sich findet, kann es auch nicht von einem anderen oder anderen Ding bekommen und wer Käse wirklich liebt, hört die Melodie seines Herzens und darin klingt es bestimmt nicht nach ” sich fett fressen und die eigene schöne Lebenszeit verkürzen.” – Wenn doch, dann ist es wohl etwas anderes als Liebe. Aber das macht in dem abnehmenden Unterscheidungsvermögen der Postmoderne kaum noch einen Unterschied oder und warum sollte es ohne echtes Unterscheiden noch ein Entscheiden geben?

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